bvdm - Bundesverbandes Druck und Medien
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Druckindustrie steigert Ausbildungsverhältnisse wieder um über 7%
Die Unternehmen der Druck- und Medienwirtschaft haben im Jahre 2007 7,2% mehr Auszubildende eingestellt als 2006. Die Branche verzeichnet damit eine einmalige Ausbildungsquote von über 9% (Anteil der Auszubildenden an der Beschäftigtenzahl). Die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge stieg von 6.640 auf 7.115. Das belegt die neueste Statistik des Zentral-Fachausschusses Berufsbildung Druck und Medien (ZFA), in der die Meldungen aus den Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern für die Branche zusammenfasst sind.
Als durchweg positiv bewertet der Verband das Ausbildungsengagement der Druckunternehmen. Verpackungsmittelmechaniker verzeichnen ein Plus von 16,3%, Buchbinder von 11,5%, Siebdrucker von 7,7%, Drucker von 7,6% und Mediengestalter von 5,4%. Damit haben sich die Steigerungsraten zum ersten mal seit vielen Jahren umgekehrt. Während die Mediengestalter bei den Steigerungsraten in den vergangenen Jahren Spitzenreiter waren, bestand offensichtlich in der Branche erheblicher Nachholbedarf in den Ausbildungsbereichen Druck und Druckweiterverarbeitung. Dies wertet der Verband als positives Signal, denn in den zurückliegenden Jahren hatten viele Unternehmen Schwierigkeiten gerade für die Berufe Drucker und Buchbinder geeignete Bewerber zu finden. So haben sich in den letzen Jahren laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit auf hundert Ausbildungsplätze für den Ausbildungsberuf Drucker nur 70 Jugendliche beworben. Diese Negativbilanz gilt es umzukehren. Demgegenüber verzeichnet die Ausbildung zum Mediengestalter nach wir vor eine äußerst positive Nachfrage. Hier bewerben sich nach der BA-Statistik auf einen Ausbildungsplatz sieben Jugendliche.
Die Gesamtausbildungsverhältnisse stiegen von 16.857 auf 17.658, was eine Zunahme um 4,8% bedeutet. Die geringere Steigerungsrate bei den Gesamtausbildungsverhältnissen im Vergleich mit den Neuverträgen liegt an der schwachen Ausbildungsbilanz von 2005, die noch nachwirkt.
59,4% der Neuausbildungsverträge sind Mediengestalter, gefolgt vom Drucker mit einem Anteil von 20,7%, dem Buchbinder mit 8,4% und dem Verpackungsmittelmechaniker mit 7,7%.
Der Anteil der Frauen liegt bei 35,1%. Beim Mediengestalter liegt der Anteil bei 51,6% und hat sich damit in den letzten Jahren bei ca. 50% stabilisiert. Dass sich nach wie vor nur wenige Frauen auf Ausbildungsplätze in der Drucktechnik (Drucker/Siebdrucker) bewerben, belegt die Quote von 8,8%. Dies wird vielfach bedauert, denn durch die neuen Maschinengenerationen mit modernen Regel- und Steueranlagen sind die körperlichen Belastungen kein Hinderungsgrund mehr den Beruf der Druckerin zu erlernen. In der Druckweiterverarbeitung (Buchbinder/Verpackungsmittelmechaniker) liegt der Anteil bei 18,1%, wobei die überwiegende Zahl der Buchbinderinnen im handwerklichen Bereich ausgebildet wird. Allerdings sind die Ausbildungszahlen im Handwerk in den vergangen Jahren erheblich gesunken. Nur noch jeder vierte Ausbildungsplatz wird heute im Buchbinderhandwerk abgeschlossen.
Die Ausbildungszahlen beim Mediengestalter verteilen sich auf folgende neue Fachrichtungen: Beratung und Planung 4,4%, Konzeption und Visualisierung 10,0% und Gestaltung und Technik 85,6%.
Die nachfolgende Übersicht zeigt einen Ausschnitt aus der umfangreichen Statistik des bvdm, die gerade erschienen ist. Sie kann beim zuständigen Druck- und Medienverband bezogen werden (Art.-Nr. 84506). (bvdm)
Hier erhalten Sie eine Übersicht nach Berufen und Ländern.
Weitere Infos zur Statistik
enthält die Infoschrift Statistik Berufsausbildung und Fortbildung: Druck und Medien (Art.-Nr. 84506).
Erhältlich bei den Druck und Medienverbänden.
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